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Seit vielen Jahren berichte ich über meinen Weg aus meinem selbst gewählten Gefängnis, ich berichte über meinen Weg aus der Krise.

Meinen Blog habe ich 2011 begonnen zu schreiben. Du kannst auf meiner Schweizer Website das Archiv aller Artikel finden.  Damals wusste ich noch nicht wirklich wo mich mein Weg hinführen würde. Eines war mir damals jedoch klar, so wie bis zu dem Zeitpunkt ging es nicht weiter.

Suche nach einem Weg aus der Krise

Fakt 2011 war, dass ich seit vielen Jahren die Diagnose Lip Lymphödem Stadium 3 hatte. Dadurch bedingt lag mein Gewicht damals bei sage und schreibe 265 kg. Ich war zu der Zeit inkontinent und hatte Herzinsuffizienz. Meine Knie trugen mich nicht mehr und ich verbrachte meine Tage überwiegend im Bett.

Ich wusste nicht mehr weiter. Ich befand mich mitten in einer absoluten Krise und sah keinen Sinn mehr in meinem Leben.

  • Wie sollte es weitergehen?
  • Was machte das Alles noch für einen Sinn?
  • Sollte ich früher oder später mit noch nicht mal 50 Jahre in einem Heim landen?

Das waren die Fragen mit denen ich mich damals beschäftigte.
Nun, aufgeben war noch niemals eine Option für mich und ich änderte mein Leben.

Ich nahm den Kampf auf. Den Kampf gegen die Ödeme, das Gewicht und vor allen Dingen gegen die Immobilität.

Du als regelmässiger Leser warst der Zeuge. Ich habe schonungslos berichtet wie es mir geht, was ich tue, vorhabe und wie ich denke.

Du hast miterlebt wie ich meine Krise hatte und wie ich einen Weg herausgefunden habe. Es war ein harter und steiniger Weg – er ist es noch lange nicht zu Ende.

Oft melden sich bei mir Menschen, die durch meine Geschichte inspiriert, den Mut finden ihr Leben auch zu ändern.

Das sind nicht nur Menschen die eine Lip Lymphproblematik haben, sondern Menschen die sich in den unterschiedlichsten Lebenskrisen befinden.


Dein Weg aus der Krise.

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Gerade Menschen in der Lebensmitte schlittern sehr oft in die Krise. Das kann, wie bei mir eine gesundheitliche Krise sein, aber es gibt noch viele andere Arten von Krisen.

  • Die Krise in der Beziehung
  • Die Krise im Job
  • Die finanzielle Krise
  • Die Krise mit deinem Selbstwert, deinem Sinn

Wenn wir in der Krise sind, dann sind wir unzufrieden, enttäuscht, verzweifelt, traurig, wütend und sehr oft auch tief deprimiert.
So war das bei mir, wie ich weiter oben beschreibe, auch. Ich wusste einfach nicht mehr weiter, war verzweifelt und hatte keine Ahnung wie es weitergehen sollte.

Was blieb zu tun, wie konnte ich die Krise bewältigen?

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich immer im Aussen nach einem Ausweg gesucht. Ich habe mit meinem Schicksal gehadert. Ich wollte diese Krankheit nicht und habe erwartet, dass die Ärzte, Krankenkasse und Physiotherapeuten es lösen würden.
Genauso versuchen die meisten Menschen einen Ausweg aus der Krise zu finden.
Sie suchen nach einem besseren Job, dem perfekten Partner, einer noch grösseren Wohnung und und und.
Auch wenn wir noch so lange nachdenken, letztendlich bleibt die Ursache unserer Krise erhalten. Denn – und das durfte ich für mich erkennen – die Lösung finden wir in uns selbst.
Wir werden den Weg aus der Krise nicht finden, wenn wir nicht bereit sind, selbst die Verantwortung zu übernehmen. Keiner gibt gerne zu schwach zu sein, keiner gesteht sich selbst gerne Fehler ein. Ich durfte lernen, dass es aber genau darum geht.

Es geht darum sich selbst zu erkennen, seine eigene Stärke und Schwächen zu erkennen.
Es geht darum auch die dunklen, tief versteckten Schichten anzusehen.
Es geht darum sich seinem Schicksal zu stellen. Sich einzugestehen, JA, ich habe dieses Handicap, diese Krankheit.
Es geht darum sich dann die folgenden Fragen zu stellen:

  1. Kann ich an der Situation etwas ändern?
  2. Wenn ja, was kann ich ändern?
  3. Wenn nein, annehmen was ist. Du musst es nicht gut finden. Du findest Regenwetter im Urlaub auch nicht gut, oder? Du weißt aber, dass du das Wetter nicht ändern kannst. Also nimmst du es an und machst das Beste draus.

Wenn du es schaffst, deinen Zustand anzunehmen, anstatt dagegen zu kämpfen, dann kannst du etwas ändern.
Entscheide dich dafür die Urteile, das Hadern, das Ärgern aufzugeben, dann kommt der Frieden im Inneren von ganz allein. Der Frieden im Innen, bedeutet auch Frieden im Aussen und letztendlich bringt dich das in die Heilung. Du wirst dann deine wahre Grösse erkennen und die Verbundenheit zu allem was ist erfahren.
Das ist der Schlüssel um einen Weg aus der Krise zu finden.

So verrückt es klingt, die Zeiten der Krise sind oftmals die wertvollsten Lektionen die uns das Leben schenkt. Alles was ich bisher erlebt habe – sei es der Suizid meines Vaters, meine Krankheit, die Trennung von meinem ersten Mann, mein unerfüllter Kinderwunsch – all das hat mich dorthin geführt wo ich jetzt bin. Im Rückblick möchte ich keine dieser Erfahrungen missen, denn sie haben mich wachsen lassen.


Fazit und 4 Meilensteine aus der Krise

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  • Erkenne deinen Sinn.
    Ein kluger Mensch hat mal gesagt: „Wenn du den Sinn deines Lebens nicht kennst, gib ihm einen“.
    Ich habe mich auf die Suche gemacht und mir diese Fragen gestellt:
    • Was ist das Leben?
    • Was ist der Tod?
    • Wofür bin ich hier?
    • Was ist der Sinn des Lebens?
    • Was ist MEIN Sinn des Lebens?
    • Was kann ich tun?
    • Was will ich tun?
    Wie erreiche ich meine Ziele?
  •  Was ist der nächste Schritt? Da ich rund um die Uhr im Bett lag, hatte ich genug Zeit darüber nachzudenken und Antworten zu finden.
    Für mich war der erste und wichtigste Schritt zur Heilwerdung, dass ich erkannt habe, welchen Sinn meine ganze Geschichte hat. Mein Leben hat mich durch viele Höhen und Tiefen geschickt und mich für meine Lebensaufgabe vorbereitet.
    Ich habe mein gesamtes bisheriges Leben unter die Lupe genommen. Dabei habe ich für mich herausgefunden, was die Stationen meines Lebens miteinander verbunden haben. Was war bei jeder Station das Learning, das Positive? Was hat mich weitergebracht?

 

Erkenne wer du wirklich bist, was dich einzigartig macht und lerne dich zu lieben.
Ich habe mich nicht nur mit meinem Lebenslauf kritisch auseinandergesetzt, sondern auch mit mir selbst.

Die richtigen Fragen dazu waren:

• Wer bin ich?
• Wer bin ich nicht?
• Was mag ich an mir?
• Was mag ich nicht?
• Warum mach ich «das» nicht?
• Mag ich «das» wirklich nicht?

Die meisten Menschen wurden nicht dazu ermutigt oder dabei unterstützt sich selbst zu lieben – im Gegenteil: Sie plagen sich mit Schuldgefühlen und glauben, es sei egoistisch sich selbst wert zuschätzen oder zuerst an sich zu denken. Ich habe gelernt mich zu lieben mit all den Schwächen und Stärken die ich habe.

Wenn du dich selbst nicht magst, wie kannst du von Anderen erwarten, dass sie das tun?

 

  • Setze dir ein Ziel und visualisiere es.
    Alles was ich mir vorstellen kann, bin ich in der Lage auch in die Realität umzusetzen. Also habe ich mir auch Gedanken darübergemacht, was ich mir noch vom Leben erwarte. Ich habe mir Ziele gesteckt, mir überlegt wo ich hin möchte.
    Dann habe ich ganz klar visualisiert, mir Zielbilder gemacht und war im ganz festen Vertrauen, dass es genauso passieren wird.
    Wenn du in meinem Blog mal nach verfolgen magst, wirst du feststellen, dass ich beispielsweise immer Ende des Jahres visualisiert habe wo ich ein Jahr später sein will.
    Du wirst sehen, es ist immer so eingetroffen wie ich es mir vorgenommen hatte.
    Auch wenn anfangs überhaupt nicht absehbar war, wie ich das Ziel erreichen werden würde. Ich habe es erreicht.Die richtigen Fragen zum Visualisieren lauten:
    • Wo willst du hin?
    • Wie fühlst du dich, wenn du angekommen bist?Es ist erstmal unabhängig davon, wie die äußeren Umstände sind. Du musst nicht wirklich wissen, wie du das Ziel erreichen kannst. Der Sinn, die klare Absicht und die Vision deines Zieles genügen und es wird sich ein Weg finden.
  • Freiheit beginnt im Kopf – wirkliche Freiheit ist in dir, in deinem inneren Raum.
    Es gibt da einen Ort in dir, an dem du immer frei bist. Du kannst diesen Ort jederzeit aufsuchen und dort bist du nicht nur frei, sondern wirst auch bedingungslos geliebt.Das war die allerwichtigste Erkenntnis für mich.
    Ausführlich habe ich über diesen Ort in dir schon einige Male geschrieben. Gehe jeden Tag mindestens zweimal für einige Minuten in die Stille, verbinde dich mit deiner Seele. Wenn du mit dir verbunden bist, dann bist du in der Schöpferkraft und kannst dir dein Leben neu erschaffen.

Diese vier Meilensteine haben mir sehr dabei geholfen, mich aus meinen eigenen inneren Käfig zu befreien.
Ich habe für mich erkannt, wenn ich in mir, in meiner inneren Mitte ruhe und mit mir selbst verbunden bin, kann ich glücklich sein mit dem was gerade ist. Egal wie die äusseren Umstände sind, ich bin in Ordnung. Glück ist eine Entscheidungssache. Ich habe mich dafür entschieden.

Im Kern geht es darum, aus alten Programmen, Denkmustern und Glaubenssätzen auszubrechen.
Was ich kann, kann jeder andere Mensch auch. Wenn auch du in einer Krise steckst und Unterstützung brauchst um einen Weg aus der Krise zu finden, freue ich mich darauf dich zu begleiten.
Geht nicht gibt’s – aufgeben ist keine Option.

 

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