#015 der Sinn meines Lebens – wie ich ihn fand

Ursula Maria

Der Sinn meines Lebens – Rekrutierung durch die geistige Welt

 

Im Mai 2013 durfte ich den glücklichsten Tag meines Lebens erleben.
Es war ein wunderschöner Frühlingstag und wir schafften es das erste Mal seit 2 Jahren mich auf die Terrasse zu schieben. Dieses wunderschöne Gefühl endlich mal wieder frische Luft zu atmen, die Sonne auf der Haut und den Wind durch die Haare streifen zu spüren, werde ich mein Leben nicht mehr vergessen.

Es war das Schönste was ich je erlebt habe.

Damit du verstehst, warum dieses ja ganz normale Erlebnis für mich etwas so Besonderes war, muss ich ein wenig ausholen.
Ich habe dir bereits über meinen beruflichen Werdegang erzählt und hier habe ich dir erzählt, dass mich seit meinem 19. Lebensjahr das Lip Lymphödem, eine angeblich unheilbare Krankheit begleitet.

2009 haben wir uns einen Traum erfüllt und sind in die Schweiz ausgewandert. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir – wenn ich wir sage, spreche ich immer von meinem Mann und mir – wir sind seit 22 Jahren eine Einheit und für mich gibt es im Grunde genommen nur ein Wir.
Die ersten Menschen, die uns in der Schweiz begegneten waren nur spirituell arbeitende Menschen. Wir lernten Heiler, Kartenleger, Engelmedien usw. kennen. Irgendwie hatten wir anfangs den Eindruck dass es in der Schweiz nur spirituelle Menschen gibt. Uns begegneten auf jeden Fall keine anderen Menschen.
Alle diese Menschen sagten mir, dass sich das mit meiner Krankheit, mit diesem Handicap erledigen würde wenn ich endlich meine wahre Berufung leben würde und auch spirituell arbeiten würde.

Immer wieder bekam ich zu hören, dass es meine Aufgabe sei ein Buch zu schreiben und meine Geschichte in die Welt zu tragen, damit andere aus meinen Erfahrungen lernen können. Auch sagten mir diese Menschen immer wieder, sie würden mich mit einer „normalen“ Figur sehen.
Mein Handicap ist, oder ich sollte besser sagen war, mein Gewicht. Ich wog seit mehr als 25 Jahren über 200 kg und hatte Lip-Lymphödeme am ganzen Körper im Stadium 3 und als Folgeerscheinung Adipositas.
Laut Ärzten ist das in diesem Stadium eine unheilbare Krankheit mit der ich gelernt habe zu leben.
Irgendwann im Lauf der vielen Jahre, hatte ich gelernt mit dem Übergewicht zurechtzukommen und nicht darunter zu leiden.
Ich war ansonsten immer gesund, hatte weder mit Diabetes noch mit Bluthochdruck etc. zu tun. Meine Blutwerte waren und sind immer bestens.
Natürlich machten im Laufe der Jahre meine Knochen nicht mehr mit. Mit der Zeit wurde ich immer immobiler, konnte nur kurze Strecken laufen und hatte permanent sehr große Schmerzen in den Beinen.

Mittlerweile konnte ich lediglich mit Hilfe des Rollators noch einige Schritte laufen. Und nun sagten diese Menschen ich würde abnehmen und spirituell arbeiten um wieder fit zu werden, sobald ich den Sinn meines Lebens gefunden hätte

 


Was ist der Sinn meines Lebens?

So machte ich mich auf die Suche, ich versuchte es mit Kartenlegen und mit Pendeln, aber irgendwie war das alles nichts für mich.
Immer wenn mich diese neue Bekannten trafen, fragten sie mich wann ich endlich anfangen würde spirituell zu arbeiten. Um meine Ruhe zu haben, sagte ich immer am 01.03. Ich sagte allerdings nicht in welchem Jahr.
Gesundheitlich ging es mir in dieser Zeit immer schlechter, ich konnte wegen meines hohen Gewichtes kaum noch laufen, verbrachte die meiste Zeit im Bett und war recht unglücklich.
Und dann kam der 28.02.2011. Ich war im Bett und chattete mit einer Freundin. Punkt 12 Uhr nachts machte ich den PC aus und begann wie jeden Abend in mein Tagebuch zu schreiben.
Ich hatte mittlerweile Gespräche mit Gott gelesen und dachte an Neale Donald Walsch. Er hatte eine Unterhaltung mit Gott geführt um Antworten zu bekommen. Was er konnte, musste doch auch für mich machbar sein.

Ich meditierte, bat die geistige Welt in Kontakt mit mir zu treten und als ich die Energie im Raum spürte, nahm ich den Stift ganz locker in die Hand und wartete ab was passiert
Und tatsächlich! Es funktionierte! Mein Stift bekam ein Eigenleben und machte Kreise für ein JA und Striche für ein Nein.
Mir lief es ehrlich gesagt heiß und kalt den Rücken herunter – ich gestehe, es war mir schon etwas unheimlich. Neben mir (es war Mitternacht und ich saß auf meinem Bett) schlief mein Mann selig vor sich hin.
Nachdem ich recht viele Fragen gestellt hatte, kam ich endlich auf die Idee, meine Fragen auch aufzuschreiben und darum zu bitten in ganzen Sätzen zu antworten.
Ich kann mir vorstellen, der ein oder andere wird jetzt den Kopf schütteln und mich für verrückt halten. Aber ich schwöre es, es war genauso wie ich es hier beschreibe.
Da antwortete mir jemand und schrieb in einer Schrift, die auf keinen Fall meine war.
Ich stellte Fragen wie: «wer bin ich», «warum bin ich» und «Was ist der Sinn».

Der Sinn meines Lebens uns Rekrutierung durch die geistige Welt

Und ich bekam die Antwort. Da stand in meinem Tagebuch:

« Die Zeit des Leidens ist bald vorbei. Du wirst abnehmen, ein Internettagebuch führen und ein Buch schreiben. Die Menschen müssen sehen um zu glauben, an deinem Beispiel werden sie sehen. Deine Aufgabe ist es mit deiner Geschichte die Herzen der Menschen zu berühren, sie aufzuwecken und ihnen den Zugang zu ihren Herzen wieder zu zeigen. Das wirst du über dein Buch, Seminare und Vorträge machen und mit deinem Mann um die Welt reisen. «

Was war das?? Was stand da?? Völlig unmöglich! Ich war nicht mal in der Lage ohne Hilfe aufzustehen, wie sollte ich da um die Welt reisen?
Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper, die Tränen rannen über mein Gesicht.

Das konnte ich doch nicht mal meinem Mann erzählen – das war doch total schizophren – er würde mich sofort in eine Klinik einweisen.

In dem Moment indem ich das dachte – stand da schon in meinem Tagebuch:

«Du brauchst ihn nicht zu informieren, er ist bereits informiert».

Mein Mann war aufgewacht, sass neben mir im Bett und hatte alles geträumt.

Wie verrückt war das denn?
Ich hatte zu der Zeit bereits einen Blog, den ich aber nur sehr sporadisch gepflegt hatte und ich habe daraufhin damit begonnen meinen Internetblog regelmäßig zu aktualisieren. Du kannst alles in meinem Blog nachlesen.

Obwohl mir Besserung prophezeit wurde, verschlechterte sich unmittelbar nach dem Seminar mein Gesundheitszustand rapide.
Ich konnte gar nicht mehr selbstständig aufstehen und verbrachte meine Tage im Bett. Ich hatte mittlerweile zu meinem Gewicht eine Herzinsuffizienz, war inkontinent und hatte Schlafapnoe. Mir ging es sehr schlecht.

Irgendwann im November 2011 konnte ich nicht mehr! Ich schrieb einen Brief. Einen Beschwerdebrief ans Universum. In diesem Brief beschwerte ich mich über meinen Zustand und forderte Hilfe ein. Ich machte in diesem Brief einen Deal mit Gott – oder dem Universum oder vielleicht auch nur mit mir selbst – und versprach, wenn ich jemals in der Lage sein sollte, wieder aus eigener Kraft aufzustehen, würde ich meinen Auftrag annehmen.
Eine Woche später ließ ich mich ins Spital bringen und ein langer harter Weg zurück ins Leben begann. Die Ärzte überzeugten mich davon, dass ich mir den Magen verkleinern lassen sollte. Das sollte dazu führen dass ich wenigstens 30-40 kg abnehmen würde. Das sei das Übergewicht das ich hatte durch die mangelnde Bewegung. In den folgenden 8 Monaten unterzog ich mich dieser Magen OP. Ich war jedoch immer noch zu schwer und meine Knie trugen mich überhaupt nicht mehr. Die Ärzte sagten ich könne an den Knien erst operiert werden, wenn ich ca. 150 kg hätte. OK – das war laut ihrer Aussage bei Lip Lymphödem nicht möglich. Wie sollte es weitergehen. Ich war 8 Monate im Spital. Die Option die mir vom Spital angeboten wurde, war mich in ein Heim zu geben. Damals war ich gerade mal 47 Jahre und nun sollte ich in ein Heim? Für den Rest meines Lebens?
NEIN, das kam nicht in Frage. Dank der Intervention meines Mannes ließ ich mich auf eigene Verantwortung nach Hause bringen.

Da war ich nun in meinem Bett.

Ich konnte sitzen, war im Grunde gesund und nicht in der Lage aufzustehen.
Mein Mann stellte mir am morgen vor er in die Arbeit ging ein Tablett mit allem was ich für den Tag benötigte hin. Ich war tagsüber auf mich allein gestellt – unterbrochen von einmal die Woche dem Besuch meiner Personaltrainerin, die mit mir zumindest den Oberkörper trainiert und meiner Physiotherapeutin.

Ansonsten hatte ich ganz viel Zeit für mich und einen sehr heilsamen Rückzug. Ich war in dieser Zeit sehr in Kontakt mit Gott und dem Universum. Dazu gehörte dass ich Fragen stellte und herausfand, wie ich diese unendliche Energie die im Kosmos ist, für mich und meine Heilung nutzen kann.
Ich fand in dieser Zeit heraus, dass Stricken für mich die beste Meditation ist. Beim Stricken vergesse ich alles um mich herum, ich habe keine Zeit darüber nachzudenken wie es mir geht und bin ganz bei mir.
Daher nutzte ich die Zeit, ich gründete die RUF GmbH und baute einen Onlineshop mit Wolle auf, gründete eine Stricklabel und entwarf wunderschöne Anleitungen für Engeltücher.

Jedes Tuch symbolisierte einen anderen Engel. Ich verkaufte die Strickanleitungen im Internet und hatte somit auch – trotz allem – eine Aufgabe. Langweilig war mir nie.

Auch begann ich in der Zeit damit, mein Buch einfach schwer in Ordnung zu schreiben.

Kurz vor Weihnachten 2012 kam überraschend eine Hiobsbotschaft.

Meinem Mann wurde gesagt, dass er zum März 2013 nach fast 30 Jahren entlassen werden würde. Sein Arbeitsvertrag wurde gekündigt. Im ersten Augenblick war das ein Schock. Gerade jetzt. Jetzt zu dem Zeitpunkt wo ich nicht arbeiten konnte, wir absolut nicht wussten wie es weitergehen sollte. Am Tiefpunkt unseres bisherigen gemeinsames Lebens. Das brauchten wir gar nicht.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Kündigung ein absoluter Glücksfall war.

Er bekam im März sein Abfindung- wurde direkt im Mai als Consultant über eine Personalagentur wieder eingestellt und wir hatten das Geld, das wir für den Umbau in eine behindertengerechte Wohnung, ein Auto und diverse Hilfsmittel stecken konnten. Universum funktioniert.
Als eines der ersten Dinge holten wir uns einen Aufstehlifter.
Das ist ein Gerät dass es uns ermöglichte mich in einen Rollstuhl zu heben. Und so kam es, dass ich das erste Mal im Mai 2013 nach fast 2 Jahren wieder an die frische Luft konnte. Es war der Tag den ich am Beginn dieser Folge beschrieben habe. Es war einfach unglaublich und ich kann das Gefühl nicht beschreiben, wie es war frische Luft zu atmen, die Sonne und den Wind zu spüren. Allein die Erinnerung daran, treibt mir Tränen des Glücks in die Augen. Es war das Schönste was ich je erlebt habe.
Außerdem liessen wir unser Bad umbauen und ich konnte das erste Mal seit fast zwei Jahren wieder duschen. Ich kann auch dieses Gefühl nicht beschreiben.
9 Monate nach meiner Spitalentlassung, hatte ich nun das Gewicht und die Möglichkeit mich in verschiedenen Kliniken vorzustellen bezüglich einer Knie Op. Bei meiner Spitalentlassung wurde mir gesagt, dass man mich operieren könne, wenn ich ca 150 kg schwer bin. Das war ich entgegen der ursprünglichen Prognose nun.
Tja – und nun kam eine Absage nach der anderen. Die Ärzte wollten mich nicht operieren. Durch die enorme Abnahme (40 kg waren prognostiziert. Ich habe mehr als 100kg im Bett sitzend abgenommen) hatte ich noch sehr viele Hautoperationen vor mir. Das sind bei dieser Lymphproblematik sehr grosse und lebensgefährliche Eingriffe. Die Wahrscheinlichkeit einer Wundheilungsstörung ist sehr hoch. Das könnte aber dazu führen, dass man mir die Beine amputieren muss, befürchteten die Ärzte.
Nachdem viele Kliniken in der Schweiz absagten, war unsere letzte Hoffnung eine Klinik in Zürich. Es ist die Klinik, die sämtliche Orthopäden in der Schweiz ausbildet.
Wir warteten über ein halbes Jahr auf den Termin, der einige Tage vor Weihnachten stattfinden sollte.

Im Oktober vorher hatten wir noch etwas ganz Besonderes vor. Wir liehen uns ein behindertengerechtes Auto und führen nach Zürich um zu einem Seminar von Neale Donald Walsch zu gehen.
Dieses Seminar sollte bei mir ganz viel ändern.
Es waren ca 300 andere Teilnehmer da und Neale Donald Walsch redete über bedingungslose Liebe und plötzlich zeigte er auf meinen Mann und mich uns sagte sinngemäss:

«Wenn ihr ein Paar sehen wollt, die dies leben, schaut auf diese Beiden. Die Beiden bilden eine Einheit – sie gehören zusammen und gemeinsam überstrahlen sie diesen gesamten Raum».

Wow, diese Worte werde ich nie wieder vergessen.
Er sagte noch einen weiteren Satz und ich erkannte plötzlich woran es lag, dass ich bisher noch keinen Arzt gefunden hatte, der bereit war, mich zu operieren.
Ich habe damals das erste Mal wirklich verstanden, was mit dem morphogenetischen Feld gemeint ist. Bis dahin hatte ich immer den Denkfehler, ich sei für meine Situation allein verantwortlich. Ich dachte ich hätte mir das selbst kreiert. An diesem Tag wurde mir klar, dass das nicht so ist. Ja, ich habe mir auf einer höheren Ebene kreiert, dass ich diese Erfahrungen machen möchte. Diese Krankheit und die Folgen daraus habe ich mir nicht kreiert, Was für eine Erkenntnis und Befreiung.

Aber zurück zu den Ärzten. Zwei Tage vor Weihnachten – irgendwie war Weihnachten eine seltsame Zeit für uns – ein Jahr vorher hatte mein Mann von deiner bevorstehenden Kündigung erfahren und in 2013 2 Tage vor Weihnachten kam der grosse Tag und wir hatten den Termin in der Uniklinik in Zürich. Ich war mir so sicher, dass ich einen OP Termin bekommen würde und hatte mir schon ausgemalt wie es sein würde endlich wieder aus diesem Rollstuhl aufzustehen.
Wir wurden ins Sprechzimmer gerufen, ich war sehr nervös.

wie es weiterging erzähle ich dir in Folge 17.

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